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Imkerei unter schwierigen klimatischen Bedingungen

Grosse Einbussen bei der Honigernte in 2019

Oliver Egeter (Eg)

Möhlin. In der 109. Generalversammlung des Imkervereins Rheinfelden liess Vereinspräsidentin Brigitte Denk das Bienenjahr im Jahresbericht Revue passieren. Das Jahr war durch ein extremes Klima geprägt, das die Imker und ihre Bienen vor grosse Herausforderungen stellte. Kälte und Regen zur Blütezeit im Frühjahr verdarben die Frühjahrs-Honigernte. Durch den heissen und trockenen Sommer war auch die Waldtracht eingeschränkt und es konnte vielerorts kein Sommerhonig geerntet werden. Zudem konnte durch die Hitzeperiode die Varroabehandlung nicht optimal durchgeführt werden, wodurch die Bienen an vielen Standorten mit einer erhöhten Milbenbelastung kämpften.

Ein abwechslungsreiches Jahresprogramm prägte das Vereinsleben

Imkerliche Weiterbildung ist ein wichtiges Anliegen des Vereins mit dem Ziel eine artgerechte Bienenhaltung zu ermöglichen. Seit Anfang dieses Jahres ist der Verein in der glücklichen Lage, dabei von einem ausgebildeten Berater, Harald Fröhle, unterstützt zu werden.

Um einige Höhepunkte des Progamms zu nennen: Das Jahresthema «Völkerbeurteilung und Auslese» wurde am Bienenstand von Peter Kaufmann auf dem Haldenhof bei Wallbach mit einem Mitarbeiter vom Bienengesundheitsdienst diskutiert. Auch über den Tellerrand wurde geschaut: In einem Workshop wurden Salben aus Bienenprodukten hergestellt. Auf einer gemeinsamen Vortragsveranstaltung der Fricktaler Imkervereine Rheinfelden, Laufenburg und Fricktal wurde präsentiert, wie die Pollenanalyse zur Aufdeckung von Honigfälschungen dienen kann und auch ihren Einsatz in der kriminalistischen Forensik findet.

Die Geselligkeit hatte im Vereinsleben immer einen grossen Stellenwert, wie z.B. beim gutbesuchten Hock an der Grillstelle auf dem Chriesiberg bei Zuzgen oder im Anschluss an einen Arbeitstag auf der Königinnen-Belegstelle.

Engagiert für den Verein

Honigkontrolleur Rolf Clausen führte Betriebsinspektionen und Honigkontrollen durch und bestätigte die gute Qualität des wenigen geernteten Honigs. Belegstellenleiter Christoph Wüthrich berichtete über ein erfolgreiches Jahr in der Königinnen-Zucht. Der Kassier Leo Schlienger stellte die Jahresrechung detailliert und kompetent dar und wurde dafür von der Versammlung verdankt.

In einer gelungenen Einlage präsentierte Erich «Inderbitzin» Schib, das neue moderne Vereinslogo (siehe Foto unten, gestaltet von Markus Obrist). Oliver Egeter übernahm von ihm und stellte den neuen Internetauftritt des Vereins vor, der im Juli 2020 aufgeschaltet wird.

Ein spannendes Programm ist geplant für 2020

Im Jahresprogramm für 2020 wird das Imkern unter besonderen klimatischen Verhältnissen zentrales Thema der Imker-Fortbildung sein. Nach dem heiklen Jahr 2019 kann dabei jede und jeder ein Wörtchen mitreden. Geplante Aktivitäten wie eine Exkursion in den Regionalwald und der Erfahrungsaustausch bei Hocks und dem traditionellen Grillieren bei der Königinnen-Belegstelle auf dem Chriesiberg versprechen ein abwechslungreiches Vereinsjahr