Sauerbrut

Sie ist ausschliesslich für Bienen gefährlich und stellt keine Bedrohung für Menschen oder andere Tierarten dar. Um die Seuche erfolgreich zu bekämpfen, drängen sich tierseuchenpolizehiche Massnahrnen auf, die vom zuständigen Bieneninspektorausgeführt und überwacht werden.


Die Bienenhalter und Bienenhalterinnen sind zur Mithilfe verpflichtet (Art. 59 Abs. 2 Tierseuchenverordnung vom 27. Juni 1995 (TSV; SR 916.401). Gestützt auf Art. 273 der TSV verfügt die Kantonstierärztin, dass das Gelände im Umkreis von 1'· km vom verseuchten Bienenstand zum Sperrgebiet erklärt wird (Berücksichtigung' der geografischen Gegebenheiten).

Im Sperrgebiet gelten folgende Massnahmen zur Verhinderung einer Weiterverschleppung der Bienenseuche:

  1. Jedes Anbieten, Verstellen, Ein- und Ausführen von Bienen und Waben ist verboten. Gerätschaften dürfen nur nach Reinigung und Desinfektion in einen andern Bienenstand verbracht werden.
  2. Der Bieneninspektor Alois Mathis und von ihm beauftragtes Hilfspersonal führen innert 30 Tagen eine Kontrolle aller Völker im ganzen Sperrgebiet. auf Vorhandensein der Sauerbrut der Bienen durch.
  3. Die Sperre wird frühestens 60 Tage nach Vernichtung der erkrankten und verdächtigen Völker auf Antrag des Bieneninspektors vom Kantonalen Veterinärdienst aufgehoben, sofern weder die Nachkontrolle des befallenen Standes noch die Kontrollen im Sperrgebiet einen neuen Verdacht erbracht haben. Die Bienenstände im ehemaligen Sperrgebiet müssen im folgenden Frühjahr durch den Bieneninspektor stichprobenweise nachkontrolliert werden.
  4. Die aufschiebende Wirkung wird einer allfälligen Beschwerde aus tierseuchenpolizeilichen Gründen entzogen.
  5. Diese Verfügung tritt sofort in Kraft.